Implantate
Wann sind Implantate zu empfehlen?
Die Zahnlosigkeit bedeutet für Betroffene seit langem ein großes Problem. Für viele Patienten spielt aber auch die ästhetische und die damit verbundenen psychologische Situation eine ganz entscheidende Rolle. Kaubeschwerden, eventuell schlecht sitzender Zahnersatz etc., tragen oft dazu bei, dass sich viele Menschen isolieren.
Vielleicht fühlen sie sich unsicher, weil Ihre Zähne nicht in Ordnung sind, oder Sie empfinden Unbehagen, weil Ihr schlecht sitzender Zahnersatz Ihnen Probleme bereitet.
Welches Implantatsystem wird von uns empfohlen?
Ziel der Neuentwicklung des CAMLOG ® Implantatsystems war es, basierend auf 25 Jahren Implantat- und Prothetikerfahrung des Entwicklungsteams Dr. A. Kirsch, Dr. K.-L. Ackermann, ein innovatives, praxisgerechtes Implantatsystem zu entwickeln und einen neuen Standard im Bereich der Implantat/Aufbauverbindung zu setzen.
Durch Nutzung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und langjähriger klinischer Erfahrung wurde das CAMLOG System völlig frei von "Altlasten" konzipiert. Es beinhaltet ein Minimum an Komponenten und ist für Kliniker, Assistenz und Zahntechniker gut überschaubar und extrem anwenderfreundlich.
Ein Implantat ist eine künstliche Zahnwurzel aus reines Titan, die bei lokaler Betäubung in den Kiefer eingebracht wird. Dort verwächst sie mit dem Knochen und ist je nach verwendetem System in 3 bis 6 Monaten belastbar.
Zunächst wird geprüft ob Ihr allgemeiner Gesundheitszustand eine Implantation zuläßt. Weiterhin ist von großer Bedeutung, ob ein ausreichendes Knochenangebot vorhanden ist, damit die Implantate richtig eingesetzt werden können.
Implantate werden empfohlen bei:
- Lückenschluß bei Verlust eines Einzelzahnes. Gesunde Nachbarzähne bleiben so vom Beschliff und Überkronen verschont.
- Wiederherstellung der Kaufunktion bei Verlust der Bakenzähne.
- Verankerung der totalen Prothesen um einen besseren Halt und somit eine deutliche Verbesserung der Kaufunktion zu erzielen.
- Bei Verlust eines, mehrer, oder aller Zähne, wenn der Patient keinen herausnehmbaren Zahnersatz akzeptieren möchte.
Die optimale, aber auch teuerste Lösung bei einem zahnlosen Kiefer ist die festsitzende Versorgung. Es werden 6 bis 8 Implantate, je nach Kieferform und Knochenangebot gesetzt. Auf diesen Implantaten wird dann eine Brücke besfestigt, die nicht mehr abgenommen werden muß.
Einzelimplantat im röntgenbild
Implantat mit Aufbauteil
Keramikkrone am Implantat
Mit Implantaten kann der Halt verbessert oder sogar die Prothese ganz ersetzt werden.
Anwendungen für Zahnimplantate:
- Einzelzahnersatz
- Versorgung von größeren Lücken
- Versorgung von verkürzten Zahnreihen
- Haltverbesserung bei abnehmbaren Prothesen
- Vollständiger oder teilweiser Ersatz des Zahnbogens mit einer festsitzenden Brücke
Implantierter Zahnersatz besteht aus bis zu drei Komponenten: einer künstlichen Wurzel, die vom Zahnarzt in den Kieferknochen eingesetzt wird, einem Verbindungsstück und einer künstlichen Zahnkrone bzw. der Brücke oder Prothese, die im zahntechnischen Labor von hoch qualifizierten Zahntechnikern gefertigt wird. Moderne Implantate werden heute auch einstückig hergestellt, was die Behandlungszeit und die Kosten reduziert. Die künstliche Wurzel besteht in der Regel aus dem Metall Titan. Sie wird in Form einer Schraube oder eines Zylinders hergestellt und ist zwischen acht und 16 Millimeter lang. Auf dieser Zahnwurzel wird ein Verbindungsstück und anschließend der Zahn bzw. die Brücke oder Prothese befestigt. Das Verbindungsstück ? auch Implantatpfosten genannt ? ist meist aus Titan oder Keramik, die Zahnkrone oder -brücke wird wie eine herkömmliche Krone aus Metall mit einer Keramikverblendung oder Keramik gefertigt.
Die Erfolgsquote bei Implantaten ist hoch. Die Einheilung (Osseointegration) gelingt in ca. 95% der Fälle. Nach 10 Jahren sind noch 90% der Implantate in Funktion.
Rund 600.000 künstliche Zahnwurzeln setzen Zahnärzte jedes Jahr in Deutschland ein. Sie dienen als Basis für einzelne künstliche Zähne oder als Anker für Brücken, festsitzende oder herausnehmbare Prothesen. Der Einsatz des Implantats erfolgt schrittweise: Am Anfang steht eine gründliche Untersuchung und Planung der Implantatposition. Stellt der Zahnarzt dabei Zahn- oder Zahnfleischerkrankungen fest, müssen diese zuerst behandelt werden und ausheilen, bevor die Implantation beginnen kann.
Außerdem muss der Kieferknochen genügend Substanz aufweisen. Ist er zu dünn, verpflanzt der Implantologe z.B. vom Kinn Knochensplitter, welche an der betreffenden Stelle um das Implantat wieder eingesetzt werden. Werden nur geringe Mengen Knochensplitter benötigt, können diese während der Implantation gewonnen werden, indem Knochenspäne beim Bohrvorgang mit speziellen Filtern aufgefangen werden. Eine weitere Möglichkeit bietet künstlicher Knochenersatz. Er wird meist aus Beta-Tricalciumphosphat oder aus Meeresalgen im Labor synthetisch hergestellt. Dennoch muss dem künstlichen Knochenersatz rund 50 % Eigenknochen dazugemischt werden. Knochenaufbaumassnahmen bringen zusätzliches Infektions- und Operationsrisiko mit sich.
Disk-Implantate werden seitlich in den Kiefer eingesetzt und im Regelfall sofort belastet. Diese Implantate nutzen den Knochen in der Breite aus, weswegen meistens kein Knochenaufbau nötig sein soll. Es gibt jedoch keine evidenzbasierten Daten zu dieser Versorgungsform, weswegen Diskimplantate nur selten Verwendung finden.
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